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Angewandte Achtsamkeit

„Eine Krise kann jeder Idiot haben.
Was uns zu schaffen macht, ist der Alltag.“
Anton Tschechow

Gelingt ein bewusstes und gezieltes Innehalten inmitten des familiären und beruflichen Alltags? Ist es möglich? Sinnvoll? Achtsamkeit ist heute in vielen Lebensbereichen angekommen: in psychosomatischen Kliniken, Schulen und Unternehmen. Mittlerweile liegen zahlreiche wissenschaftliche Studien vor, die eindrucksvoll ein breites Wirkspektrum von Achtsamkeit zeigen. Positive Effekte auf Gesundheit, Zufriedenheit, Kreativität und Leistungsfähigkeit sind belegt.

Die Entdeckung der Achtsamkeit so ist in der Frankfurter Allgemeine Zeitung zu lesen und meint dabei die Auseinandersetzung der Arbeitswelt mit Achtsamkeit. Diskutiert werden dabei unter anderen Themen wie Entschleunigung oder die Reduktion des Stresspegels und der Burnout-Gefährdung.

Achtsamkeit und Forschung

Achtsamkeit ist seit einigen Jahren ein viel beachtetes und beforschtes Konzept. Das breite Wirkspektrum von Achtsamkeit auf die physische und psychische Gesundheit ist belegt. Es liegen zahlreiche wissenschaftliche Studien und erste Metaanalysen über die Wirksamkeit von Achtsamkeit vor. Metaanalysen fassen Ergebnisse wissenschaftlicher Studien zusammen und werten diese statistisch aus:
Eine Metaanalyse Gotink und Mitarbeiter von 2015 fasst 115 Studien mit insgesamt 8683 Personen zusammen: Demnach sei die Wirksamkeit zur Verbesserung körperlicher und psychischer Symptome nachgewiesen. Als Ergänzung bei der Behandlung nachfolgender Symptome könne die Wirkung von Achtsamkeit ebenfalls belegt werden: Depressionen, Angsterkrankungen, chronische Schmerzen, Krebs und  kardiovaskulären Erkrankungen. Gleiches gelte in der Prävention bei gesunden Erwachsenen und bei Kindern.
Zwei weitere Metaanlysen sind die von Khoury et al (2013) und Sedlmeier et al (2012).