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Yoga und Psychologie für Yogalehrende

Yoga und Psychologie für Yogalehrende

Mein Verständnis von Yoga und Psychologie basiert auf den Säulen Achtsamkeit, Emotion, Körper und Beziehung. Mentale und emotionale Blockaden äußern sich immer auch auf der Ebene unseres Körpers. Aber auch umgekehrt haben eine bewusste Haltung, Atmung, Bewegung und Stimmqualität das Potential, einen Menschen emotional und mental zu zentrieren. In der Psychotherapieforschung ist die Bedeutung der therapeutischen Beziehung eindrucksvoll belegt. Für persönliche Entwicklungsprozesse brauchen wir einen vertrauensvollen und geschützten Raum.

Der Fokus der Yogapsychologie liegt auf der Entfaltung unserer individuellen Potentiale und der Überwindung innerer Blockaden. Wenn wir aus einer offenen und neugierigen Haltung heraus lernen, unseren Gedanken, Gefühlen und unserem Körper achtsam und annehmend zu begegnen, entsteht das Potential zu tiefer Veränderung.

Fortbildung 2019:

Yoga-Psychotherapie für Yogalehrerende
Yogatherapie wird immer populärer. Yogatherapieangebote beziehen sich dabei meist auf körperliche Entwicklungsfelder. Im Yoga Sutra spielen die Konzepte von duhkha und den kleśas eine zentrale Rolle. Im Jahrestraining wird die Integration psychologischer Aspekte in die Yogabegleitung in Gruppen und im Einzelsetting thematisiert und ermöglicht die Vertiefung unseres Yogawissens um das Yoga Sutra.
Das Anliegen im Jahrestraining ist es, die Yogapraxis als Ausstiegsmöglichkeit aus der psychomentalen Dynamik (cittavritti oder „Teufelskreis“ in der modernen Psychotherapie) zu verstehen. Yoga kann mentale, emotionale und körperliche Möglichkeiten entwickeln, um  z.B. Stress und innere Unruhe zu reduzieren oder aktiver zu werden.

Seminar 2019:
Yoga und Psychologie – Wege in die Balance

Im Yoga Sutra spielen das Aufdecken leidbringender Strukturen (kleshas) und die Überwindung von Leid (duhkha) eine zentrale Rolle. Yoga wird als Übungsweg aus dem Leid beschrieben.

In diesem Seminar werden Grundlagen yogapsychologischer Methoden vermittelt und Bezüge zum Yoga Sutra hergestellt. Zentral dabei sind die Fragen „Was lässt uns leiden? Was macht uns eng?“ sowie Mittel und Wege aus der Enge.

Dabei wechseln sich theoretischer Input, Praktizieren und der Erfahrungsaustausch im Dyaden- und Triadengespräch ab. Neben „klassischem“ Yogaüben (āsana, prānāyāma, Meditation) werden Reflexionsübungen (svādhyāya, YS 2.1) mit vertiefendem (im Sinne von pratiprasava, YS 2.10) oder perspektivwechselndem (im Sinne von pratipaksha bhāvana, YS 2.33/34) Fokus vorgestellt.

Das Ziel des Seminars ist, Yogapraktizierenden Möglichkeiten aufzuzeigen, die inneren Erfahrungen auf ihrem Yogaweg im Alltag konkret umzusetzen, daran zu wachsen und auch herausfordernde Situationen besser bewältigen zu können.

Das Seminar findet am 15.06.2019 und 16.06.2019 in der Praxisetage in Potsdam-Babelsberg statt.